Blick aus dem Fenster

Beginn: 16.00 Uhr - "Blick aus dem Fenster" von und mit Dr. Peter Jentzmik

02. Mai 2020
Beginn: 16.00 Uhr

Eintrittskarten: 26,00 € pro Person
inkl. Lesung, feiner Kuchen- und Tartes-Auswahl, sowie Filterkaffee oder Tee

 

"Der Blick aus dem Fenster" ist ein gebundenes, ganz in frühlingsfrischem zarten Grün gehaltenes Büchlein, das im Glaukos-Verlag erschienen ist und auf dem Einband in goldenen Lettern die ersten vier Zeilen aus dem Gedicht "Sehnsucht"zitiert. Peter Jentzmik hat sich von der Dichtung Joseph Freiherr von Eichendorff inspirieren lassen. Die Gestalten des Romantikers sind getrieben von Fernweh und Heimweh - und für diese letztendliche Suche nach Geborgenheit steht das Fenster Pate. Jenzmik erzählt gut verständlich für jeden Leser, wie das Fenster als Medium das "Ich" und die "Welt" als zwei Pole in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander bringt. Wie unterschiedlich die Musikanten, Studenten, aber auch der Taugenichts sowie der Philister mit der Flucht in die Weite umgehen und welche Sehnsüchte daraus erwachsen: Die nach Freiheit und Flucht aus der bürgerlichen Enge zum einen. Zum anderen aber auch die Gefahr, sich von bürgerlichen Verhältnissen einfangen zu lassen. Das Fenster ist laut dem Autoren aber noch viel mehr: Schwelle und Grenze, Flugloch der Seele zwischen Diesseits und Jenseits und Ort der Erhellung. Auch als Motiv in der romantischen Malerei spielt das Fenster eine tragende Rolle. Illustriert hat Peter Jentzmik das Büchlein mit einem eigenen Foto, einem Blick aus dem Fenster der Villa d'Este in Tivoli - und mit Werken seines Freundes, des Künstlers Peter Croy. Schön zu lesen ist übrigens auch die Einführung Jentzmiks, der mit einem eigenen "Fenster-Haiku" einen gelungenen Auftakt gestaltet und erzählt, wie er bei einer Zugfahrt den eigenen Blick aus dem Fenster wieder entdeckte - und seine Aufzeichnungen von 1969 jetzt mit neuen Ausblicken vertiefte.

 

Kuchen- und Tartes

Kirsch-Vanille-Kuchen
Birnen-Tarte
Apfel-Tarte
Walnuss-Tarte
Crème brûlée-Tarte

 

Filterkaffee oder Tee

 

 

Dr. Peter Jentzmik

arbeitete nach seinem Studium der Germanistik, Philosophie und katholischen Theologie an den Universitäten Freiburg, Innsbruck und Marburg, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Wolfram-Forschungsstelle am Institut für Ältere Deutsche Philologie der Universität Marburg, bevor er 1973 mit der Dissertation "Zu Möglichkeiten und Grenzen typologischer Exegese in mittelalterlicher Predigt und Dichtung" zum Doktor der Philosophie promovierte. Philologe, Theologe und Pädagoge 2003 wurde er auf Vorschlag von Eugen Biser als ordentliches Mitglied in die Klasse VII (Weltreligionen) der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg berufen. Von 2002 bis 2011 war er Mitglied im Kuratorium der Eugen-Biser-Stiftung in München. Neben seiner Lehrtätigkeit als Gymnasiallehrer an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar, wo er bis zu seiner Pensionierung 2006 die Fächer Deutsch,katholische Religion und Hebräisch unterrichtete, war er in den Jahren
1984 bis 1989 durch den Hessischen Kultusminister mit der Revision des Hessischen Kursstrukturplans für das Fach katholische Religion beauftragt.
Im Jahre 1993 gründete Peter Jentzmik den Glaukos-Verlag, einen Verlag für Literatur und Wissenschaft mit Sitz in der Frankfurter Straße 77 Limburg. Seit dem Wintersemester 2007/2008 war er Lehrbeauftragter für Hebräisch an der Philosophisch-Theologischen Hochschule/Universität Vallendar. Zu seinen Veröffentlichungen zählen "Gelenke des Raums, in: Das Zeichen". (Limburg 1980), "Zum Rand der Erde. Zen in der Kunst des Haiku" (1997), "Der Tanz der Sonne. Zen in der Kunst des Haiku" (1999), "Zum Rand der Erde", Komposition von Rouven E. Hoffmann für Vokalisten und Kammerorchester nach Texten von Peter Jentzmik.
Er hat "Das Vaterunser neu buchstabiert", seine neue Übersetzung aus dem Hebräischen fand hohe Anerkennung. Auch das "Lied der Lieder nach Salomo" hat der Religionsphilosoph neu aus der Biblia  Hebraica übersetzt und zweisprachig herausgegeben.

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